Erste Hilfe kann Leben retten – Kurs der Dorfgemeinschaft mit großem Zuspruch

Jeder von uns kann unerwartet in eine Situation geraten, in der schnelles und besonnenes Handeln gefragt ist. Ein plötzlicher Schwächeanfall, ein Sturz mit Verletzungsfolge oder akute Beschwerden – Notfälle kündigen sich selten an. In solchen Momenten ist es entscheidend, ruhig zu bleiben, die Lage richtig einzuschätzen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Genau aus diesem Gedanken heraus entstand in der Dorfgemeinschaft der Wunsch, einen Erste-Hilfe-Kurs anzubieten – nicht als Verpflichtung, sondern als freiwilliges Angebot für mehr Sicherheit im Alltag.

Erste Hilfe bedeutet weit mehr als das Anlegen eines Verbandes oder das Wissen um die stabile Seitenlage. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Gefahren zu erkennen, den Notruf korrekt abzusetzen und die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe sinnvoll zu überbrücken. Vielen ist zwar das Grundwissen aus früheren Kursen bekannt, doch ohne regelmäßige Auffrischung verblassen wichtige Handgriffe und Abläufe schnell.

Am Samstag, dem 07. Februar 2026, trafen sich zwölf Mitglieder der Dorfgemeinschaft im Inklusionshaus in Deindrup, um ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Nachdem es im Vorfeld drei krankheitsbedingte Absagen gegeben hatte, erklärten sich Michel Bothe (11 Jahre) und Hinnerk Göttke (12 Jahre) spontan bereit, einzuspringen. Ihr Engagement wurde von der Kursleiterin Martina Meyer ausdrücklich gelobt – ein schönes Beispiel dafür, dass Verantwortungsbewusstsein keine Frage des Alters ist.

Die Idee zu diesem Angebot wurde während einer Vorstandssitzung entwickelt. Christian Göttke brachte den Vorschlag ein und übernahm im Anschluss auch die organisatorische Umsetzung. In Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst Vechta konnte ein geeigneter Termin vereinbart werden.

Unter der Leitung von Frau Marita Terhorst begann der Kurs um 08:00 Uhr und endete gegen 16:00 Uhr. Neben theoretischen Grundlagen standen zahlreiche praktische Übungen im Mittelpunkt. Anhand realistischer Szenarien wurden Notfallsituationen durchgespielt und besprochen. Besonders spannend war für viele Teilnehmende der Umgang mit einem Defibrillator, dessen Anwendung inzwischen vielerorts zum Standard gehört. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Hemmungen abzubauen und im Ernstfall entschlossen zu handeln.

Für eine angenehme Atmosphäre sorgten ein paar Pausen mit Brötchen, Kuchen, Kaffee und Erfrischungsgetränken. Sowohl die Verpflegung als auch ein Teil der Kursgebühren wurden von der Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup übernommen.

Am Ende des Tages waren sich alle einig: Die Teilnahme hat sich gelohnt. Neben der Auffrischung wichtiger Kenntnisse wurde vor allem das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Marita Terhorst für die kompetente und zugleich angenehme Kursleitung sowie Christian Göttke für die Organisation dieses wertvollen Angebots.

Fotos zum Kurs im Fotoarchiv | Link
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Wir alle kennen Situationen, in denen man sich wünscht, genau zu wissen, was zu tun ist: bei einem Kreislaufkollaps, einem Sturz, einem plötzlich auftretenden Schmerz oder einfach, wenn jemand in unserer Nähe „komisch“ wirkt. Oft sind es nur wenige Augenblicke, die darüber entscheiden, ob ein Notfall glimpflich ausgeht. Und genau deshalb möchten wir gemeinsam mit euch einen Erste-Hilfe-Kurs anbieten – nicht als formale Pflicht, sondern als etwas, das uns allen Sicherheit gibt.

Wir kennen uns hier alle, und gerade deshalb liegt uns am Herzen, dass wir im Ernstfall füreinander da sein können. Erste Hilfe bedeutet nicht nur Pflaster kleben oder stabile Seitenlage. Es bedeutet vor allem: zu wissen, wie man ruhig bleibt, wie man handelt und wie man im entscheidenden Moment Verantwortung übernimmt. Viele von uns haben vielleicht irgendwann einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, aber seien wir ehrlich – das meiste davon gerät im Alltag schnell in Vergessenheit. Umso wichtiger ist es, das Wissen regelmäßig aufzufrischen.

In unserem gemeinsamen Kurs wollen wir nicht nur Techniken vermitteln, sondern euch ganz praktisch zeigen, wie man in realen Situationen reagiert. Wir üben Wiederbelebung, den Umgang mit dem Defibrillator, die Versorgung kleiner und größerer Verletzungen und sprechen offen darüber, was uns im Notfall oft zurückhält: Unsicherheit, Überforderung, Angst etwas falsch zu machen. Genau diese Hürden wollen wir gemeinsam abbauen.

Unser Ziel ist, dass jede und jeder von uns nach dem Kurs sagen kann: „Ich traue mich. Ich weiß, was zu tun ist.“ Nicht perfekt, aber beherzt. Denn genau das braucht es im Ernstfall.

Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele von euch dabei sind. Schließlich geht es um uns selbst, um unsere Familien und um unsere Gemeinschaft. Erste Hilfe ist etwas, das wir hoffentlich nie brauchen – aber wenn doch, dann ist es gut zu wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können.