Unser Dorf hat Zukunft

In diesem bundesweit ausgetragenen Wettbewerb erfolgt im 3-Jahres-Rhythmus eine Ehrung für ein Dorf, welches sich durch bürgerschaftliches Engagement und positive Entwicklung in der ländlichen Region hervortut. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zeichnet sich hierfür verantwortlich. Bewertet werden Ideen, Konzepte und Projekte die entwickelt und natürlich auch umgesetzt worden sind. Also alles Dinge, die den Ort bwz. das Dorf attraktiver machen. Durch diesen Wettbewerb sollen Menschen des ländlichen Lebensraumes motiviert werden sich mit der Zukunft ihrer Mitmenschen und die des Dorfes auseinanderzusetzen und auch für eine aktive Mitgestaltung zu sorgen.

 

Dieser Wettbewerb wurde im Jahre 1961 ins Leben gerufen und war damals unter dem „Unser Dorf soll schöner werden“ bekannt. Im Jahre 1998 erhielt die Aktion dann das heutige Motto „Unser Dorf hat Zukunft“.

 

Der Wettbewerb ist hierarchisch aufgebaut und findet das finale Ende mit der Benennung eines Bundessiegers. Bis dahin ist es natürlich ein langer und mühsamer Weg.

 

In der untersten Ebene haben die Landkreise eine Auswahl zu treffen. Wir, die Stadt Vechta mit den Dörfern Spreda und Deindrup, vertreten durch die Dorfgemeinschaft Spreda-Deindrup e.V,. sowie der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e.V. hatte im Vorfeld eine Bewerbung abgeben und sich für eine finale Entscheidung qualifiziert. Für die Entscheidung innerhalb des Landkreises hatten sich zwei Dörfer qualifiziert. Darunter auch wir.

 

Am heutigen Mittwoch, 21. August 2024, trafen sich die Jurymitglieder im Inklusionshaus in Deindrup ein, um die geleistete Arbeit der beiden beteiligten Parteien zu bewerten.

 

Herr Heinen (Erster Kreisrat und ständiger Vertreter des Landrates), Frau Bramlage (Referat für Wirtschaftsförderung, Mobilität und Tourismus) sowie Frau Wehebrink (Amt für Soziales und Integration) bildeten die Jury.

 

Der Antragsteller, die Stadt Vechta, war vertreten durch Frau Christel Scharf sowie den Herren Dirk Ortland (Landschaftsarchitekt) und Son (Praktikant). Den Sonnenhof vertraten die Herren Ulrich Kohl und Conrad Traidl. Von der Dorfgemeinschaft waren Reinhold Bothe (1. Vorsitzender), Hartmut Kurzbach (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft) und Otto Staggenborg (Medien- und Pressewart) anwesend.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Heinen übernahm Dirk Ortland das Wort und stellte die Anwesenden kurz vor. Sodann folgte ein ausführlicher Bericht des damaligen Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, Hartmut Kurzbach. Er skizzierte die Anfänge des damaligen Projektes von der Entstehung bis zur Fertigstellung des Inklusionshauses. Im Anschluss stellte Reinhold Bothe den Teilnehmern die umfangreichen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft sowie das Zusammenleben mit den Bewohnern des Sonnenhofes vor. Beiden folgte Ulich Kohl, indem er die einzelnen Bereiche des Sonnenhofes in Bildern darstellte.

 

Dem Ganzen folgte eine Begehung des Sonnenhofes sowie der noch im Neubau befindlichen Siedlung „Am Feldkamp“ nahe des Sonnenhofes. Hier erläuterte Christel Scharf die aktuelle bauliche Situation.

 

Conrad Traidl stellte der Jury die Pelletierungsanlage, die aus Schafwolle Düngemittel produziert, vor. Der Nachmittag wurde genutzt, um die diversen Projekte und Wirtschaftsflächen des Sonnenhofes sowie fertig gestellte Projekte der Dorferneuerung vorzustellen.

 

Nach rund 5-stündiger Präsentation waren sich zumindest die Vertreter der Stadt, des Sonnenhofes und der Dorfgemeinschaft einig, hier eine gelungene Vorstellung abgegeben zu haben.

 

Ob das Bemühen für eine Qualifizierung auf Landesebene reicht, wird sich Mitte September herausstellen. Anfang September darf das andere qualifizierte Dorf aus dem Landkreis Vechta sich präsentieren. Wir hoffen natürlich auf einen positiven Ausgang für uns, wünschen aber dem anderen Dorf auch viel Erfolg.